Rettungsinseln

Rettungsinseln

Rettungsinseln für Boote und Yachten

Jedes Boot kann in Seenot geraten. Auch in Küstennähe kann ein Unfall mit dem Boot sogar für Rettungsschwimmer zu einer Gefahr für Leib und Leben werden. Eine Rettungsinsel ist in allen außergewöhnlichen Lagen auf See die Lösung. Schon seit 1960 existiert eine international anerkannte Konvention zur Ausrüstungspflicht von Booten mit Rettungsinseln. Die IMO, die International Maritime Organisation, hat eine gesetzliche Regelung für die Schifffahrt zur Rettungsinsel vereinbart. Wichtigster Inhalt dieser Konvention ist die Pflicht zur Mitführung einer Rettungsinsel für alle Sportfahrzeuge und auch Charterboote, die von einem Skipper oder einer Crew geführt werden. Diese Ausrüstungspflicht mit einer Rettungsinsel trifft auch die Berufsschifffahrt und die Traditionsschiffe. In der Öffentlichkeit wurde dieser Gedanke seit dem Untergang der Titanic im Jahre 1914 nicht nur in Kreisen der Schifffahrt, sondern auch in der Presse auf breiter Ebene diskutiert.

Funktion der Rettungsinsel

Eine Rettungsinsel ist ein aufblasbares Rettungsmittel, das für alle Personen an Bord im Notfall Platz bieten muss. Für Boote über 14 Meter können auch starre Rettungsflöße verwendet werden. Die Rettungsinsel muss je nach Gewässer andere Voraussetzungen erfüllen. Daher gibt es die Rettungsinsel als Version für den Küsten- und für den Hochseebereich. Ein einfaches Beiboot stellt nie einen Ersatz für eine Rettungsinsel dar. Die Rettungsinsel verfügt über ein automatisches Aufblassystem, Innen- und Außenbeleuchtung, Wetterschutzdach, Belüftung, Bedienungshandbuch und in der Regel thermoisolierten Boden. Jede Rettungsinsel ist für Temperaturschwankungen bis zu 65 Grad Celsius geeignet. Die Rettungsinsel befindet sich vor dem Gebrauch entweder in einer Tasche oder in einem Container. Auch die Notfallausrüstung, die auf der Rettungsinsel zur Verfügung stehen muss, ist gesetzlich vorgeschrieben. Daher finden sich auf einer Rettungsinsel immer Paddel, Wasser, Raketen, Fackeln, Anker und eine kleine Apotheke. Die Rettungsinsel bietet nur einen ersten Schutz bis zum Eintreffen der Rettungskräfte.

Arten von Rettungsinseln auf Booten und Yachten

Eine Rettungsinsel auf einem Binnensee muss ganz andere Anforderungen erfüllen als Hochseerettungsinseln. Auch die Rettungsinsel, die für die europäische See ausreicht, unterscheidet sich von der Rettungsinsel, die für den Törn rund um die Welt gesetzlich vorgeschrieben ist. Nach der ISO 9650 werden zwei Modelle der Rettungsinsel unterschieden: Offshore Rettungsinseln bzw. Küstenrettungsinseln und Hochseerettungsinseln auf Booten bis 24 Metern Länge. Die Rettungsinsel für den Hochseebereich gibt es als Standard- und als Emergency-Version. Die Rettungsinsel Emergency sichert die Schiffbrüchigen auch länger als 24 Stunden. Nach der ISO 9650 wird die Küstenrettungsinsel nur in der Standardversion auf dem Boot mitgeführt, da eine zeitnahe Rettung zu erwarten ist. Für die Auswahl der Rettungsinsel auf weltweiten Fahrten gelten die Faustregeln, dass diese Rettungsinsel mehr Platz bieten sollte, als Personen an Bord sind.

Die Wartung der Rettungsinsel

Jede Rettungsinsel sollte in regelmäßigen Abständen nach den Empfehlungen des Herstellers gewartet werden. Für die Rettungsinsel, die auf Yachten und Sportbooten mitgeführt werden muss, gibt es keine gesetzliche Regelung zur Wartung. Doch eine Rettungsinsel, die auf einem Berufsschiff integriert ist, unterliegt aller 12 Monate der Wartungspflicht. Betriebe, die nach den Vorschriften der IMO sowie der Berufsgenossenschaft See zertifiziert sind, dürfen die Wartung dieser Rettungsinsel vornehmen. Eine Rettungsinsel kann nur sicher Leben retten, wenn sie auch funktioniert, daher ist diese Wartung obligatorisch für alle Seeleute.