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Schäkel

Schäkel & Karabinerhaken

Schäkel sind kleine Helfer, die nicht aus dem Wassersport wegzudenken sind. Sie müssen, trotz ihrer geringen Größe, einer sehr hohen Belastung standhalten. Sie finden äußerst vielfältige Einsatzmöglichkeiten und sind auf Booten unabdingbar. Daher ist es sehr wichtig, auf erstklassige Materialien und eine hochwertige Verarbeitung zu achten.

Schäkel sind U-förmige Metallbügel, die mit einem Steck- oder Schraubbolzen bedient werden. Karabinerhaken besitzen einen Schnapperverschluss mit Federunterstützung. Mit ihnen können unterschiedliche Teile fest miteinander verbunden und trotzdem leicht wieder voneinander getrennt werden. Sie dienen in erster Linie der Zugkraft-Aufnahme beim Übergang von Seilen, Ketten oder Drahtseilen auf andere feste Bauteile. Dafür werden Schäkel meistens mit Splinten oder Muttern gesichert. Sie bestehen in der Regel aus rostfreiem Edelstahl, Stahl oder Bronze und sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Ihre gebogene Form macht die Verbindung beweglicher. Als Fertigungsverfahren werden das Schmieden und das Grießen genutzt.

Verwendung von Schäkel auf dem Boot

Schäkel sind auf Booten nahezu überall zu finden, unabhängig davon, ob es sich um eine kleine Jolle oder um einen luxuriösen Trimaran handelt. Die Hilfsmittel müssen dabei ohnehin schon sehr hohen Traglasten standhalten, hinzukommen kommen auch Wettereinflüsse wie Wind und Regen. Schäkel müssen demnach korrosionsbeständig sein und je nach Einsatzgebiet und entsprechender Ausführung eine hohen Belastung aushalten. Schäkel geben beispielsweise den Stagen an Bug, Heck und Topp Halt, kräftigen die Blöcke am Mastfuß und verbinden die Großschottalje. Ein Verbiegen oder Brechen der Metallbügel birgt eine erhebliche Gefahr. Daher sollten einerseits hochwertige Schäkel benutzt werden und andererseits ist darauf zu achten, dass eine angebrachte Ausführung des Bügels genutzt wird.

Unterschiedliche Schäkel Ausführungen

Schäkel sind in unterschiedlichen Ausführungen und Größen erhältlich, die sich jeweils für andere Einsatzzwecke eignen. So werden Schäkel mit Augenbolzen meistens für vorübergehende Zwecke genutzt, während die Schäkel mit Mutter und Splint für eine langfristige und permanente Anwendung eingesetzt werden. Letztere dienen auch Zwecken, bei denen sich der Bolzen durch eine Belastung herumdrehen könnte.

Tauwerkschäkel

Tauwerkschäkel bestehen im Gegensatz zu herkömmlichen Schäkeln aus geflochtenen Seilen bzw. aus Kunst- oder Naturfasern. Dazu wird in der Regel ein Auge ans Ende eines kurzen Leinenstücks gespleißt und an das andere Ende ein Diamantknoten geknüpft.

Patentschäkel

Patentschäkel besitzen keinen Gewindebolzen, der mit einem Bügel zum Klappen verschlossen wird, und sind daher sehr schnell einsatzbar. Sie werden über einen Federbolzen geöffnet und durch ein Zuschnappen geschlossen. Sprenger produziert in Deutschland Großschotblöcke mit Klemme, Hundsfott und Wirbel. Der dabei eingesetzte Patentschäkel erlaubt eine rasche Bedienung.

Fallschäkel / Schnappschäkel

Fallschäkel, auch Schnappschäkel genannt, werden über einen Federbolzen geöffnet und durch ein Zuschnappen geschlossen. Es gibt Varianten mit einem Wirbelauge oder mit einem festen Auge. Außerdem können die Bügel eine Seiten- oder Toppöffnung vorweisen. Wirbelschnapp-Schäkel besitzen oft zusätzliche Ringe oder ein Wirbelauge, das ringförmig ist. Hochwertige Schnappschäkel werden zum Beispiel an den Fallen eingesetzt, da beim Segelsetzen enorme Kräfte übertragen werden. So sind etwa die Wichard Schäkel aus hochfestem Edelstahl gefertigt und mit einer Kunststoffummantelung versehen, die für einen geringeren Verschleiß der Seile sorgt.