Ankerwinden

Ankerwinden


Ankerwinden und Ankerwinschen

Ankerwinden sind ab einer bestimmten Bootsgröße unverzichtbar. Die Anker lassen sich durch ihr hohes Eigengewicht, die langen Ketten und den Widerstand nicht mehr durch ein Hieven per Hand aufholen. Mit einer Ankerwinsch kann der Anker schnell, sicher und ohne Verletzungsrisiko aus dem Wasser gezogen werden. Die benötigte Leistungsstärke hängt hierbei vom Typ und Gewicht des Bootes und der Dimension des Ankergeschirrs ab.

Manuelle Ankerwinden

Manuelle Ankerwinden erlauben es die Kurbeln der Winde und Ankerkette manuell zu bedienen, wenn ein Fehler mit der Stromversorgung, im Motor oder dem Getriebe auftritt. Diese manuellen Systeme werden auch Nothandkurbelsysteme genannt. So handelt es sich zum Beispiel bei der Prince DP2 um eine manuelle Ankerwinde, die dem Anker und der Kette durch eine Freifallauslösung vom Winden-Kupplungs-Mechanismus ermöglicht, frei und ohne Beteiligung vom Motor oder Windgetriebe auszulaufen.

Elektrische Ankerwinden

Die elektrischen Ankerwinden bieten einen maximalen Bedienungskomfort. Das Einholen des Ankers erfolgt hierbei sehr kontrolliert und sicher. So gehört etwa die Eagle Serie von Quick zu den hochwertigen Ankerwinden. Diese Winschen besitzen eine vertikal laufende Kettenleinennuss aus verchromter Bronze. Das Gehäuse besteht aus eloxiertem Aluminium und ist daher äußerst robust und seefest. Ein Bedienpanel mit Display für Kettenzähler und Up-/Down-Betrieb ist hierbei inklusive, ein Verholspill optional.

Vertikale und horizontale Ankerwinden

Des Weiteren wird zwischen vertikalen und horizontalen Ankerwinden unterschieden. Die Besonderheit ist hier in der Ausrichtung der Antriebswellen zu finden. Je nach Deckstärke und verfügbarem Platz unter dem Deck eignet sich einer der zwei Typen besser. Die Montage von horizontalen Ankerwinden erfolgt komplett über Deck, Ankerspill und Gypsy sind beidseitig. Die Leine wird dabei bei 90° um das Kettenblatt gewickelt. Bei der vertikalen Ankerwinde wird die Ankerkette bei 180° um das Kettenblatt gewickelt. Das erlaubt eine optimale Steuerung der Ketten und vermindert ein Schlupf und Springen. Das Kettenrad der vertikalen Ankerwinde wird über Deck platziert, während das Getriebe und der Motor unter Deck montiert werden.

Die Richtige Winsch finden

Bei der Auswahl der passenden Ankerwinsch sind diverse Kriterien zu beachten. Dazu gehören die Größe des Bootes und des Ankers, die Wasserverdrängung, die Falltiefe und der Aufbewahrungsplatz. Natürlich ist auch eine ausreichende Batteriekapazität notwendig. Unter Umständen ist der Einbau einer Zusatzbatterie sinnvoll, damit genügend Strom für die Ankerwinde verfügbar ist. Da Ankerwinden für eine kurze Zeit sehr viel Strom benötigen, müssen die Querschnitte der Kabel und die Lichtmaschinen-Ladung ausreichend stark sein. Neben einem leistungsstarkem Motor und einer robusten Mechanik sollte auch auf ein hochwertiges Gehäuse der Ankerwinde geachtet werden.